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Wohn-Büro-Mix auf der alten Funke-Zentrale ist der richtige Weg

Bedarfe an Schulraum und für frühkindliche Betreuung müssen berücksichtigt werden / Quote für öffentlich geförderten Wohnraum mit dem Investor vereinbaren Essen.

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Essen begrüßt die vorgestellten Pläne des Frankfurter Investors OFB, der auf dem Areal der heutigen Funke Mediengruppe an der Friedrichstraße/Kruppstraße einen Mix aus bis zu 500 Wohnungen und Büros realisieren will. Ob die beiden städtischen Berufsschulen am Standort verbleiben können, ist derzeit noch offen.

„Wir begrüßen, dass für die Fläche eine zukunftsfähige Planung vorliegt. Der Standort ist aufgrund seiner Nähe zur Innenstadt sowohl für Wohnungen als auch für Büronutzungen gut geeignet. Indem die Bürogebäude die Wohnungen von den Hauptverkehrsstraßen abriegeln, fungieren sie quasi als Lärmschutzwände und ermöglichen ein ruhiges, aber dennoch zentrales Wohnen. Mit dem mittig gelegenen Platz entsteht ein zentraler Ort im Quartier, der eine gute Aufenthaltsqualität verspricht“, zeigt sich SPD-Ratsherr Thomas Rotter, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Stadtplanung, erfreut. Der SPD ist wichtig, dass Wohnen überall und für jedermann im Stadtgebiet bezahlbar bleibt. Insofern müssen mit dem Investor Gespräche über die Realisierung von mindestens 30 Prozent an öffentlich gefördertem Wohnraum geführt werden, so Thomas Rotter weiter. Auch die Standortfrage für die beiden städtischen Berufsschulen umtreibt die SPD-Fraktion.

„Die Stadt prüft derzeit, ob die Sanierung oder der Neubau der Schulgebäude die bessere Lösung wäre. Generell würden wir die Verlagerung der Schulen begrüßen und könnten uns deren Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Jugendzentrums an der Papestraße gut vorstellen. Die Verwaltung sollte diese Variante und weitere Möglichkeiten im Umfeld des heutigen Standortes prüfen“, meint Peter Dinkelmann, planungspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. Darüber hinaus sind bei der Planung des neuen Quartiers mit bis zu 500 Wohnungen auch die Bedarfe und Flächen für eine Grundschule und eine Kindertagesstätte zu berücksichtigen, die nach den Vorstellungen der SPD-Fraktion dann ebenfalls im neuen Quartier oder seinem näheren Umfeld entstehen sollten, führt Peter Dinkelmann weiter aus.