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Bude 3000: „Der Standort ist gänzlich ungeeignet für das Vorhaben“

SPD-Ratsfraktion lehnt Planungen auf Kosten des Schulgeländes ab Essen-Rüttenscheid.

Die SPD-Ratsfraktion lehnt die Pläne des Investors, der im ehemaligen Hausmeistergebäude der Käthe-Kollwitz-Schule einen Kiosk betreiben will, ab. „Der Standort ist aus mehreren Gründen gänzlich ungeeignet für das Vorhaben. Das haben wir bei einem Ortstermin feststellen können. Wir sind nicht bereit, Schulgelände in einem Stadtteil aufzugeben, wo die Grundschulen schon heute aus allen Nähten platzen“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Rainer Marschan.

Der Ansicht, das in Rede stehende Teilgrundstück sei für einen Erweiterungsbau ungeeignet, widerspricht die SPD-Ratsfraktion vehement. „Im Gespräch mit Vertretern der Schule und der Elternschaft ist uns die aktuelle Raumnot noch einmal sehr deutlich geworden. Wir wünschen uns von der Bauverwaltung kreative Lösungen, anstatt vorschnell ohnehin knappe Schulfläche an Private abgeben zu wollen. Für einen Pavillonbau etwa ist der Streifen breit genug. Wir werden uns im Sinne der Schülerinnen und Schüler, der Eltern- und der Lehrerschaft dafür einsetzen, dass das Grundstück der Käthe-Kollwitz-Schule nicht beschnitten wird“, macht Manfred Reimer, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, deutlich.

Dabei habe die SPD-Fraktion nicht grundsätzlich etwas gegen private Initiativen, um leer stehende öffentliche Gebäude sinnvoll wiederzubeleben. „An dieser Stelle überwiegt für uns aber das öffentliche Interesse, allen Schülerinnen und Schülern gute Lernbedingungen mit einem ausreichenden Raumangebot bieten zu können. Wer soll denn Politik verstehen, die sich den Kopf darüber zerbricht, wo noch dringend benötigte Schulklassen geschaffen werden können und zeitgleich ohne Not einen Teil des Schulgeländes aufgeben und vermarkten will“, fragt sich Rainer Marschan.