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Verborgene Volkskrankheit Depression

Die European Depression Association (EDA) richtet jährlich am 1. Oktober den Europäischen Tag der Depression aus. Das Ziel der Experten und Organisationen aus 17 europäischen Ländern ist eine europaweite Aufklärung der Bevölkerung über die Volkskrankheit Depression.

 

„In Deutschland haben wir in dieser Legislaturperiode einiges zur Verbesserung der Versorgung von Depressionserkrankten getan. Dazu zählen ein schneller und unkomplizierter Zugang zu psychotherapeutischen Hilfen im Akutfall sowie die Stärkung der Angebote durch die Einführung einer psychotherapeutischen Sprechstunde. Im Frühjahr ist durch die neue Psychotherapierichtlinie eine unkomplizierte telefonische Erreichbarkeit sowie mehr Gruppenangebote und Vereinfachung der Verfahren ermöglicht worden. Psychotherapeuten dürfen nun auch ergänzende Therapien wie Soziotherapie verordnen, die sich gerade bei der Behandlung und Versorgung von Menschen mit schweren Depressionen bewährt hat“, resümiert Dirk Heidenblut, SPD-Bundestagsabgeordneter und Mitglied im Gesundheitsausschuss.

 

„Wir müssen endlich beginnen, aus der Sicht der Patientinnen und Patienten Behandlungsabläufe und Versorgung zu strukturieren und nicht aus der Sicht von Sektoren oder Gesetzesbüchern. Dies werden wir in der nächsten Legislaturperiode anmahnen“, gibt sich Heidenblut kämpferisch.

 

Fast vier Millionen Deutsche sind von Depressionen, einer der häufigsten Erkrankungen in unserem Land, betroffen. In Europa sind es sogar 50 Millionen Betroffene, also elf Prozent der Bevölkerung. Aus Gründen der Unwissenheit, Vorurteilsbildung und Stigmatisierung psychischer Erkrankungen erhalten in Deutschland nur ein Drittel der an Depressionen Erkrankten professionelle Hilfe. Dies möchte der Europäische Depressionstag ändern.

 

„Unser Bündnis gegen Depression in Essen verfolgt dieses Ziel seit Jahren mit großem Erfolg und wird dies auch weiterhin mit meiner Unterstützung tun“, äußert sich der gerade wiedergewählte Bundestagsabgeordnete zuversichtlich.