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Wilde Müllkippen: „Jeder kann einen Beitrag zu mehr Sauberkeit leisten“

SPD-Fraktion regt Wiederbelebung von pico-bello an und begrüßt das Vorhaben eines Aktionsplans Sauberkeit

In einer schon vor den Ferien geplanten Sondersitzung der Fraktion direkt nach der Sommerpause will sich die SPD mit dem Thema Sauberkeit im öffentlichen Raum befassen. Die SPD-Ratsfraktion will die wachsenden Probleme mit wilden Müllkippen und verunreinigten Straßen und Grünflächen in Essen nicht hinnehmen und appelliert an die Bevölkerung, Müll in der Nachbarschaft an die Stadt zu melden. „Jeder kann einen Beitrag zu mehr Sauberkeit leisten. Wer etwas beobachtet, sollte sich an die Stadt oder die Entsorgungsbetriebe wenden und auch als Zeuge zur Verfügung stehen. Schließlich besteht nur so die Chance, Müllsünder zu überführen. Ansonsten müssen wir nicht nur immer wieder auf die Müllberge schauen, wir bleiben als Gebührenzahler auch auf den Entsorgungskosten sitzen“, stellt SPD-Fraktionschef Rainer Marschan fest.

In der Sondersitzung wird die SPD-Fraktion über Möglichkeiten beraten, der zunehmenden Vermüllung wirksamer zu begegnen. Dazu könnte auch die Wiederbelebung des Projektes pico-bello gehören. „Das Thema ist aufgrund der Stellenkürzungen innerhalb der Verwaltung in den letzten Jahren vernachlässigt worden. Das Ergebnis kann man auf der Straße bewundern. Bei pico-bello saßen alle Verantwortlichen von Stadt und Konzerntöchtern regelmäßig am runden Tisch zusammen und haben sich abgestimmt. Das scheint derzeit zu fehlen. Wir begrüßen es, dass die Stadtverwaltung das Problem erkannt hat und aktuell an einem Aktionsplan für mehr Sauberkeit arbeitet. Wir werden unsere Beratungsergebnisse in den Entwurf dieses Aktionsplans einfließen lassen“, führt Rainer Marschan aus. Auch müsse dabei über Wege nachgedacht werden, um die Essenerinnen und Essener über das Thema zu informieren und für Eigenverantwortlichkeit zu sensibilisieren. Der pico-bello-Sauberzauber sei ein großer Erfolg, der um weitere Aktionen ergänzt werden könne. Müllvermeidung sei dabei ebenso wichtig wie die richtige Entsorgung.