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Facharztversorgung im Essener Norden muss Thema bleiben

Die SPD-Ratsfraktion bedauert, dass es absehbar keine zweite orthopädische Praxis im Essener Norden geben wird. Doch das Thema der Facharztversorgung in den nördlichen Stadtteilen soll nach Auffassung der Genossen in den Ratsgremien weiterhin auf der Tagesordnung bleiben. „Es ist absolut nicht hinnehmbar, dass einem Arzt 57.000 Bürgerinnen und Bürger gegenüber stehen. Ähnliche Probleme gibt es auch in anderen Fachrichtungen. Auch wenn es die erhoffte Lösung jetzt nicht gibt, müssen wir im Sinne der vielen betroffenen Menschen dranbleiben. Auch die direkten Gespräche des Oberbürgermeisters sollten fortgesetzt werden“, meint SPD-Ratsherr Martin Schlauch, Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Integration.

„Die Gespräche zwischen Stadt und Kassenärztlicher Vereinigung müssen fortgeführt werden“, meint auch SPD-Ratsherr Karlheinz Endruschat, sozialpolitischer Sprecher. „Wer krank ist, darf mitten im größten Ballungszentrum Europas einfach nicht dazu gezwungen sein, lange und dann zum Teil beschwerliche Wege auf sich zu nehmen. Dass es funktionieren kann, hat die Gründung einer zweiten Kinderarzt-Praxis in Altenessen bewiesen. Die Stadt sollte gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung und den Krankenkassen gezielt nach einem Arzt suchen, der eine Praxis im Essener Norden gründen will“. Die Verwaltung solle im Ausschuss regelmäßig über ihre Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung berichten.