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Fraktionen von SPD und CDU fordern Alternativkonzept für den ausbleibenden Neustart der Gesamtschule Süd

Ausbau der Zahl von Gesamtschulplätzen weiter erforderlich 

Der Rat der Stadt hatte im Dezember 2016 beschlossen, die heutige Gesamtschule Süd zum 01. Juli 2017 aufzulösen und die gymnasiale Oberstufe bis zu ihrem Auslaufen als Dependance der Frida-Levy-Gesamtschule fortzuführen. Die Verwaltung hatte zudem beabsichtigt, am Standort Frankenstraße eine neue Gesamtschule zu gründen. Die Fraktionen von SPD und CDU im Rat der Stadt Essen überrascht, dass diese beabsichtigte Neugründung dem Vernehmen nach nicht zustande kommen soll.

„Dass die Idee der Neugründung einer Gesamtschule am Standort Frankenstraße nun ins Wanken geraten ist, hat uns überrascht. Gleichwohl besteht der Bedarf an einer weiteren Gesamtschule in unserer Stadt. Die Verwaltung muss daher kurzfristig alternative Planungen vorlegen“, erklärt die Überruhrer SPD-Ratsfrau Janine Laupenmühlen, Vorsitzende des Schulausschusses.

Der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Essen, Dr. Andreas Kalipke, führt aus: "Wir erwarten von der Verwaltung, im Schulausschuss ausführlich über die Gründe für die unerwartete Abkehr vom Standort Gesamtschule Süd informiert zu werden. Darüber hinaus fordern wir, dass nun rasch Planungen dafür vorgelegt werden, wie und wo weitere Gesamtschulplätze geschaffen werden können, die wir für die wachsende Schülerzahl in unserer Stadt dringend benötigen."

Dem schließt sich auch Manfred Reimer, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion an: „Das Gebäude an der Frankenstraße wäre wegen der durchgeführten Sanierungsmaßnahmen für eine Gesamtschule gut geeignet. Das Scheitern der Neugründung einer Gesamtschule am Standort ist vor diesem Hintergrund sehr bedauerlich. Die Verwaltung muss dem Schulausschuss in seiner nächsten Sitzung die Gründe des plötzlichen Kurswechsels umfassend darlegen. Mit Blick auf den Bedarf an Gesamtschulplätzen erwarten wir, dass im Anschluss einer gründlichen Analyse der Schülerströme im Stadtgebiet zeitnah alternative Vorschläge für einen neuen Gesamtschulstandort unterbreitet werden.“