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Depressionen diesjähriges Thema des Weltgesundheitstages

Laut WHO sind ca. 322 Millionen Menschen weltweit von Depressionen betroffen, also 4,4 % der Weltbevölkerung. In Deutschland sind ungefähr 5% der Bevölkerung im Alter von 18-65 Jahren an einer behandlungsbedürftigen Depression erkrankt.

"Die Diagnose Depression verändert nicht nur das Leben des Betroffenen, sondern auch das der ganzen Familie und des Freundeskreises", weiß Dirk Heidenblut, SPD-Bundestagsabgeordneter und Mitglied im Gesundheitsausschuss. "Angehörige, Freunde und Arbeitskollegen stehen den Auswirkungen dieser Erkrankung oft hilflos gegenüber und wissen weder sich noch den Betroffenen zu helfen. Sie müssen erst lernen, mit der Erkrankung umzugehen und bei ihrem Wunsch zu helfen, darauf aufpassen, sich nicht selbst zu überfordern."

In vielen deutschen und auch europäischen Städten hat sich in den letzten Jahren das gemeinnützige Projekt „Bündnis gegen Depression“ gegründet. Es setzt sich für die Sensibilisierung des Themas Depressionen und für den Umgang mit dieser Erkrankung ein.

Gute Präventionsangebote können Depressionen vorbeugen und bieten den betroffenen Menschen und ihre Angehörigen eine Möglichkeit, sich über bestehende Behandlungs- und Hilfsangebote zu informieren.

„Mit der psychotherapeutischen Sprechstunde, die wir zum 1. April 2017 verbindlich eingeführt haben, sichern wir einen zeitnahen und niederschwelligen Zugang zur ambulanten Versorgung für Menschen, die an einer psychischen Erkrankung, also auch an Depressionen leiden, an“ , äußert sich Heidenblut zuversichtlich.

In der Sprechstunde werden neben einer ersten Diagnosestellung auch eine Beratung sowie Behandlungsempfehlungen und bei Bedarf auch psychotherapeutische Interventionen angeboten. Zukünftig kann so ohne ein langes Antragsverfahren mit der Krankenkasse eine zügige Behandlung gestartet werden.