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„Wir können auf keinen Kitaplatz verzichten“

SPD nimmt Hinweise der Kita-Träger sehr ernst und will die Betriebskostenzuschüsse hinterfragen

Essen. Steigende Kosten bei den Kita-Trägern dürfen aus Sicht der Essener SPD nicht dazu führen, dass Einrichtungen geschlossen werden. „Wir können auf keinen Kitaplatz in unserer Stadt verzichten. Wenn es Schwierigkeiten bei der Finanzierung gibt, müssen wir dringend darüber reden“, stellt SPD-Ratsherr Frank Müller, jugendpolitischer Sprecher fest. Die SPD werde daher anregen, die Frage der Betriebskostenzuschüsse in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses zu behandeln.

Auch wenn es keine Dauerlösung sein darf, sei eine Anpassung der Zuschüsse zum Erhalt der Betreuungsplätze eventuell nötig. „Als Diskussionsbasis benötigt die Politik vorab eine Übersicht, wie die Stadt Essen bei den Betriebskostenzuschüssen aufgestellt ist, sowohl im Vergleich der unterschiedlichen Träger als auch in der Gegenüberstellung mit unseren Nachbarstädten“, so Frank Müller weiter.

Mittelfristig sind auf anderer Ebene tragfähige Lösungen zu finden. Dies hat die SPD-geführte Landesregierung auch bereits erkannt. „Wir werden bis zum Kindergartenjahr 2018/2019 ein neues Kindergartengesetz auf den Weg bringen, das mehr Qualität in den Kitas sicherstellt, die Situation der Erzieherinnen und Erzieher verbessert und für die Familien über eine Gebührenbefreiung eine spürbare Entlastung enthält“, führt die Essener SPD-Landtagsabgeordnete Britta Altenkamp aus.